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Die Hürden und Fallen:

1. DIE UMORGANISATION  BEI SELBSTSTÄNDIGEN

Durch die BGH-Rechtsprechung ist klargestellt, dass die Analyse einer möglichen u. zumutbaren Umorganisation des Betriebes ein fester Prüfungsbestandteil für Selbstständige ist; es ist daher grundsätzlich unerheblich, ob die Umorganisation für Selbstständige in den Versicherungsbedingungen erwähnt wird oder nicht. Es ist daher zu erheblichen Irritationen im Markt gekommen. Vielfach wurde offenbar angenommen, dass der Versicherer die Umorganisation nur berücksichtigen könne, wenn sie auch bedingungsseitig erwähnt sei. Diese "irrige" Annahme führte nicht selten zu Umdeckungen von Verträgen sowie zur Konzentration auf Anbieter, die nicht auf die Umorganisation hinweisen. Was natürlich fatale Auswirkunngen haben kann!

2. INVALIDITÄTSGRAD

Es muss mindestens ein Invaliditätsgrad von 50 % vorliegen! Manche glauben tatsächlich, dass diese Hürde leicht zu überspringen sei. Gewarnt sei hiervor!

3. SECHS MONATE UNUNTERBROCHEN....

6 Monate nicht arbeiten zu können bzw. als Selbstständige nicht in der Lage zu sein, nur den Telefonhörer abzunehmen. Fragen Sie sich bitte selbst, was das wirklich bedeutet ...

4. ... vorausschauend auf 3 Jahre nicht in der Lage sein ...

Das ist dann die Krönung bei manchen BU-Tarifen in Kombination mit der 3. Hürde! Kein Arzt der Welt stellt Ihnen diese Prognose!

5. VERWEISUNG

Und zwar nicht nur die abstrakte, sondern auch die konkrete Verweisbarkeit. Einige Tarife verzichten mittlerweile auf die abstrakte Verweisung. Jedoch ist die konkrete Verweisung geblieben.

6.  ARZTANORDNUNGSKLAUSEL

Die Arztanordnungsklausel ist aus den Vertragsbedingungen zur BU-Versicherung fast vollständig verschwunden. Viele glauben, damit seien auch die entsprechenden Mitwirkungspflichten des Versicherten vom Tisch; ein möglicherweise folgenschwerer Irrtum! Denn bei den medizinischen Mitwirkungspflichten - auch Arztanordnungsklausel genannt - handelt es sich nicht anders als früher um einen wichtigen Bewertungsbereich.

7. VERSCHLEPPEN, VERZÖGERN, VERNEBELN...

So werden unter anderem Gutachten des behandelnden Arztes zur BU angezweifelt. Indes nicht etwa präzise und bündig, sondern in seitenlanger, feinstverzwirbelter Juristensprache, die beim Normalsterblichen kaum noch auf Verständnis stoßen kann, sondern eher geeignet wäre, Ohnmachtsgefühle auszulösen (aus Performance 9/03)

 

Gerne stelle ich Ihnen ein Livemitschnitt, der Sendung PLUSMINUS zum Thema Berufsunfähigkeit vom 12. Juli 2005 auf DVD vor. Diese 5 Minuten untermauern in schauerlicher Weise die o.g. Thesen unumstößlich!!!

 

 

Marco Sperber, Dienstleister in Sachwerten  | SperberMarco@aol.com